PAON@ Cebit 2018

Fred RodenbuschAllgemein, Demografie, Digitalisierung, Netzwerke, SAP, Veranstaltungen

Die Cebit (Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation) 1994 gestartet ist DIE Messe für IT.  Oder müsste man sagen, war?

Viele meinen, das nach Jahren geprägt von inhaltlichen und strategischen Experimenten, das Messejahr 2018 diese Frage beantworten wird. Ich kann es zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Ja, die Messe ist moderner und weniger steif und bemüht sich, die „digital natives“ anzusprechen, aber dennoch nimmt man war: Weniger Besucher, weniger Aussteller und weniger Innovationen?

Schade, wenn man die Relevanz des Megatrends Digitalisierung begreift, denn: Digitalisierung ist keine technologische Revolution, sondern ein sozialer Umbruch.

Und genau dieses Feld, das viele unterschiedliche technische und gesellschaftliche Ebenen genauso verbindet, wie die Business- mit der Consumer-Welt, wollte die Messeleitung lange Zeit nicht besetzen.

Was war noch erwähnenswert? Natürlich gab es überall Roboter …

In der Halle 27 traf man auf die Auswirkungen eines anderen Megatrends: Die Demografie.

Hier haben sich neben Behörden (u.a. BKA), der Bundewehr auch namhafte Firmen versammelt um potenzielle Arbeitkräfte anzuwerben. Vor 10 Jahren war das auch auf der Cebit noch umgekehrt. Da haben Studenten in schwarzen Anzügen versucht am Messepersonal vorbei an Entscheider zu kommen um ihre Bewerbungsmappen abzugeben.

Ich bdanke mich für das lange und informative Gespräch der W&W Informatik GmbH, die hier auch nach neuen Mitarbeitern suchen. „Unsichtbare“ Arbeitgeber, die (Erwartungs-)Haltung der Generation Y, der Standortnachteil Süddeutschland (Zu viel Arbeitgeber suchen zu wenig Arbeitnehmer) waren nur einige der Stichpunkte.

SAP spricht über die Cloud (wie schon seit vielen Jahren) und nutzt als „Eyecatcher“ ein durch und durch analoges Riesenrad. Die Fahrt macht spaß und regt in den kleinen Kabinen zu Gesprächen an. „Was hat die IT-Welt oder die SAP-Welt mit einem Jahrmarkt gemeinsam?“ war das Thema in unserer Kabine.

IBM spricht über die Cloud (wie schon seit vielen Jahren) und nutzt als „Eyecatcher“ ein durch durch analoges…Nein, kein Riesenrad, sondern eine andere Art Fahrgeschäft: Ein Kran zieht 32 Besucher auf Autositzen bis in 58 Meter Höhe hinauf. Auch hier: Tolles Erlebnis und tolle Gespräche (Gruß an die beiden Bremer Studentinnen und an Herrn Schatz), aber die Verbindung „cloud, Himmel, 58 Meter, Kran“ ist mir zu weit hergeholt.

Für mich eher auf einer anderen Ebene interessant: Hier erkennt man das sich eine ganze Branche mit dem Thema beschäftigt, wie man digitale Modelle und Dienstleistung anfassbar und/ oder erlebbar machen kann, also versucht, auch eine emotionale Ebene anzusprechen. Diese Herausforderung gilt es nicht nur in Richtung Kunde, sondern auch in Richtung Mitarbeiter zu bewältigen.

Spannender waren da schon die Stände u.a. von Mittelstand 4.0, sowohl als IT-Mittelstand (www.bitmi.de) als auch mit dem Kompetenzzentrum Hannover (www.mitunsdigital.de)

Auf dem Foto: Gundo Sanders (www.handwerk.de) am Stand des „Mittelstand 4.0“ – Kompetenzzentrum Hannover, die unter der Überschrift „Fit für die digitale Zukunft“ eine digitale (Muster-)Produktionsstraße gezeigt haben, die in 6 Schritten einen individuellen Kugelschreiber für und mit dem Besucher fertigt, inkl. QM, Prozessdokumentation und Steuerungssicht auf Maschinen und Prozessauslastungen. (www.mitunsdigital.de)

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